Zur allgemeinen Information – bitte aufmerksam lesen
Wir hören immer wieder, dass unser Vermittlungsablauf als „kompliziert“ oder „zu streng“ empfunden wird. Genau deshalb möchten wir hier einmal ganz ausführlich erklären, wie wir arbeiten, warum wir so arbeiten und was wir voraussetzen.
VORAB GANZ KLAR:
Wenn ihr:
• keine Selbstauskunft ausfüllen möchtet, nicht bereit seid, mit uns zu telefonieren, keine Vorkontrolle vor Ort zulasst, dann seid ihr bei uns definitiv an der falschen Adresse. Oder keine Bilder von eurem Wohnumfeld sendet.
• Ist die Vorkontrolle negativ verlaufen, dann nützt es auch nichts uns zu bedrohen oder zu tyrannisieren. Eine negative Vorkontrolle hat einen Grund!
• Das ist keine Kritik, sondern eine klare Abgrenzung. Wir arbeiten transparent, verbindlich und mit Verantwortung – und das erwarten wir auch von unseren Adoptanten.
• Wir machen auch keine Gentest bei unseren Hunden.
• Lest doch bitte einfach die Beschreibung der Hunde, ein Hund der mittelgroß wird kann keine Dackelgrösse erreichen ! Sondern bleibt mittelgroß !!!
• Bei Fragen sagt und was ihr wissen möchtet, wir haben keine Glaskugel.
Grundsätzliche Vermittlungsrichtlinien
• Es findet keine Vermittlung nach Österreich statt. Dafür besitzen wir keine Genehmigung
• Bitte informiert euch vor einer Anfrage auch über unsere festgepinnten Beiträge unter „Featured“.
• Wir vermitteln keine Hunde an Dritte, zu denen wir keinen Kontakt hatten.
• Wir vermitteln keine Hunde die sich eure Kinder wünschen oder als Geschenke.
• Man kann sich auch keinen Hund auf Probe schicken lassen. Es gibt Hunde auf Pflegestellen die besucht werden können.
• Wir vermitteln keine Hunde an Menschen mit einer Hundehaarallergie um zu schauen ob es denn geht.
• Wir vermitteln keine Hunde in Zwingerhaltung.
• Wir vermitteln keine Hunde, die nicht als vollwertiges Familienmitglied leben dürfen. Hunde, die in separaten Räumen schlafen müssen, ausgeschlossen vom Familienleben sind oder „nebenbei mitlaufen sollen“, werden von uns nicht vermittelt.
• Gab es eine Absage, dann nützt es nichts das sich jedes einzelne Familienmitglied neu bewerbt ! Ein Nein, ist ein Nein!
Diese Regeln dienen nicht dazu, Menschen auszugrenzen, sondern dazu, Hunde zu schützen.
Hund und Mensch müssen zusammenpassen
Für uns gilt immer:
• Der Hund muss zum Menschen passen – und der Mensch zum Hund.
Wir suchen nicht irgendein Zuhause, sondern das bestmögliche Zuhause.
Ein Hund soll nicht „irgendwo unterkommen“, sondern an einem Ort leben, an dem er langfristig sicher, geliebt und verstanden ist.
Welpen & Sozialleben
• Wir vermitteln keine Welpen, die: isoliert leben sollen, keinen engen Familienanschluss bekommen, keine regelmäßigen Sozialkontakte haben.
• Ein Hund – egal ob Welpe oder erwachsen – ist ein soziales Lebewesen und kein Projekt für den Garten, den Hof oder einen Nebenraum.
Gesetzliche Vorgaben & Veterinäramt
• Wir unterliegen sehr strengen Auflagen des Veterinäramtes.
• Wer diese Auflagen infrage stellt, darf sich gerne selbst mit dem §11 Tierschutzgesetz beschäftigen und Kontakt mit dem eigenen Veterinäramt aufnehmen.
Wir sind verpflichtet:
• Listen zu führen, zu dokumentieren, wo jeder Hund lebt, Impfungen, Kastrationen, Aufenthaltsorte und Zeitpunkte lückenlos festzuhalten.
• Das ist kein Wunschdenken, sondern gesetzliche Pflicht.
• Das Veterinäramt überprüft unsere Angaben.
Kosten, Verantwortung & Realität im Tierschutz
• Ein Punkt, den wir immer wieder hören:
„Ich bezahle dafür nichts.“
Wer meint, einen Hund „selbst zu retten“ und nichts zu zahlen, sollte sich einmal ehrlich anschauen, was wirklich anfällt:
• Unterbringung, Futter, Tierarzt, Impfungen, Kastration, Medikamente, Transport, Zeit, Nerven, Organisation und Verantwortung
Ein Hund kostet – immer.
Der Unterschied ist nur, wer diese Kosten trägt.
Kastration & medizinische Versorgung
• Alle Hunde werden bis zur Ausreise kastriert (sofern Alter und Gesundheitszustand es zulassen).
• Und nein wir kastrieren keine Welpen, eine Frage bei der ich persönlich ausrasten könnte!
• Dazu kommen Impfungen, Chip, EU-Heimtierausweis und tierärztliche Kontrollen.
Transport & Bürokratie
• Jeder Hund benötigt einen legalen, zertifizierten Transport.
• Wir müssen TRACES-Dokumente ausstellen.
• Die Hunde werden beim Amtsveterinär vorgestellt.
• Auch das Transportunternehmen unterliegt extrem hohen gesetzlichen Auflagen.
Versucht einmal, in Bulgarien ein Transportunternehmen zu finden, das all diese Voraussetzungen erfüllt.
Unser Transport tut das – und ja, das kostet sehr viel Geld.
Schutzgebühr – was sie ist und was nicht
• Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis.
• Sie ist ein Obolus, ein kleiner Beitrag.
• Sie deckt nicht annähernd: die tatsächlichen Kosten, die unzähligen Stunden Arbeit, die emotionale Belastung, die Liebe, Pflege und Verantwortung, die wir in jeden einzelnen Hund investieren.
• Wer glaubt, mit der Schutzgebühr sei „alles bezahlt“, irrt gewaltig.
Verantwortung ein Leben lang
Ein ganz entscheidender Punkt:
• Wir bleiben ein Hundeleben lang verantwortlich.
• Auch in zehn oder fünfzehn Jahren, wenn ein Hund alt, krank oder unbequem wird, sind wir verpflichtet, ihn zurückzunehmen.
Das bedeutet:
• Wir vermitteln Hunde nicht leichtfertig.
• Wir retten keine Tiere, damit sie hier in schlechten oder lieblosen Verhältnissen leben.
• Wenn das das Ziel wäre, könnten sie auch in Bulgarien bleiben.
Unser Anspruch
• Wir retten Hunde nicht, um Zahlen zu erfüllen.
• Wir retten Hunde, um ihnen ein würdiges, sicheres und liebevolles Leben zu ermöglichen.
Darum gilt:
• Wer sich mit unseren Richtlinien nicht identifizieren kann oder möchte,
für den sind wir nicht der richtige Ansprechpartner.
Für alle anderen gilt:
• Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, euch ernsthaft mit Verantwortung, Tierschutz und Hundeleben auseinanderzusetzen.
